WACKEN 2016 – 27 Jahre W:O:A

Hängt ein Schatten über Waken 2016? War das Festival bis dato das Sinnbild für schlechtes Wetter und Schlamm, so bringt dieser Festivalsommer WOAeinige Herausforderungen mit sich. Mehrere Festivals brachen wegen Unwetter ab, einige mussten abgesagt werden, Rock am Ring und das Southside sogar Verletzte beklagen.
Nun fragt sich der geneigte Wacken Besucher, was denn dann auf Ihn zukommt. Legt Wacken, wie immer noch einen drauf oder greift Murphys Law und wir werden bei Sonnenschein und 30 Grad feiern?
Wie es auch kommt, vertrauen wir darauf, dass der Veranstalter die richtigen Entscheidungen trifft. Über Jahre hinweg wurde hier eine Vertrauensbeziehung aufgebaut, die bis jetzt noch nicht enttäuscht wurde, da Probleme frühzeitig erkannt, Lösungen gefunden wurden.
Dies fängt bei Sicherheitsaspekten, wie den Räumungsmöglichkeiten des Geländes an, geht von der Ausgabe von Trinkbeuteln bei Hitze über viele Aktionen, das Festivalgelände zu trocknen bis hin zur Schweinegrippenvorsorge.
Dieses Vertrauen schafft die Freiheit, sich auf das Feiern zu konzentrieren. Eben diese soll nun über einen Beschluss des Veranstalters eingeschränkt werden.

RUCKSACKVERBOT auf Wacken!!!

Natürlich kann man nun darüber diskutieren, wie groß denn so eine Einschränkung schon sei. Praktisch betrachtet ist es lediglich eine organisatorische Herausforderung. WOAIst man erst einmal auf dem Festivalgelände, verbringt man in der Regel dort auch den restlichen Tag. Spannend dürften die Auswirkungen auf den Metal Markt sein.
Entscheidender sollte hier die Einschränkung der Freiheit sein. Ein Festival ist für viele Besucher eine andere Welt. Hier lebt man losgelöst von den Erdogans und Anschlägen in Nizza, die eigenen Problemen und Nöten hat man zuhause gelassen. Auch sind hier Herkunft und soziale Stellung egal, wie es überall sein sollte, leider jedoch nicht immer der Realität entspricht.
Die Frage ist, ob diese Maßnahme die Sicherheit der Besucher steigert, der Ernstfall dadurch verhindert werden kann. Ist man bereit dazu, dafür die Brücke von Wacken zum Alltag zu schlagen und wird dies vom Besucher als Verlust wahrgenommen?
Letztlich muss jeder für sich den Schutzbedarf mit dem Freiheitsgedanken abwägen. Persönlich halte ich dies für ein falsches und schlechtes Zeichen und hoffe, man nimmt im Folgejahr wieder Abstand davon.
Fehler zu erkennen, daraus zu lernen und richtig zu handeln war bisher ebenfalls eine große Qualität der Veranstalter, ungeachtet der Frage, ob man diese Maßnahme als Fehler bewerten will.
Es verbleibt ein Vertrauensüberschuss und sobald das erste Riff erklingt, wird wohl sowieso alles egal
Natürlich ist Wacken auch nicht Problem befreit, so wird der Besucher regelmäßig von Fragen wie den folgenden geplagt:

  • Wie komme ich an mein nächstes Bier?
  • Wo war denn noch mal mein Zelt?
  • Geile Mucke, wer ist denn das?

 

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