Summer Breeze 2005


 

Summer Breeze 2005 in Abtsgmünd trotz des teilweise mißratenen Wetters war das diesjährige Summerbreeze Festival in Abtsgmünd eine gelungene Veranstaltung, was vor allem an den hervorragenden Bands lag.

Bereits am Donnerstagmittag spielten mit Aneroxia Nervosa und The Bones richtig gute Bands, die mit Sicherheit bei kleinen Festivals einen guten Headliner abgeben würden. Eine geschmackliche Entgleisung war am ersten Tag aber leider auch dabei, die niederländische Band God Dethroned verzichtete gänzlich auf Melodien und Abwechslung. Danach wurde man aber von Therion mehr als entschädigt, mit tollen Stimmen und gutem Sound überzeugten die Schweden.

Hinterher spielte Ektomorf auf der Painstage, was eine unglückliche Entscheidung der Veranstalter war; durch die Enge konnten viele Fans nicht richtig abgehen, und so galt hier das, was Ektomorf sang. „ I will fight, i will strike“ hieß es für jeden, der sich hier ins Getümmel warf.

Ektomorf Ektomorf

Anschließend heizten Amon Amarth aus Schweden richtig ein, besonders der Leadsänger konnte nur gefallen. Wenn demnächst in Hollywood ein Wikingerfilm gedreht werden sollte, hätte ich einen Vorschlag für die männliche Hauptrolle.


Amon Amarth

Am Freitagmorgen wechselten sich bessere und schlechtere Bands ab. Korpiklaani aus Finnland waren sicherlich der Höhepunkt des Mittags, einzig der Gesang hätte lauter sein dürfen. Traurig war hingegen der Auftritt von Aborted, eine Band, die sich auf Platte eigentlich viel versprechend anhört. Aber die Songs hörten sich zu hölzern an. Erst vermuteten viele, dass das am fehlenden Bass lag, aber wenig später bewies Norther, dass man auch ohne Bass astreine Musik machen konnte. Die beste Show des Tages lieferten Die Apokalyptischen Reiter. Mit einer aufblasbaren Hüpfburg, auf denen Schottenrockträger hüpfend alles offenbarten, was einen richtigen Mann ausmacht und weiteren tollen Einlagen boten die Reiter Entertainment vom feinsten, es bleibt trotzdem anzumerken, das die Band überraschenderweise einige ihrer besten Songs live einfach nicht spielt.

Die Apokalyptischen Reiter Dark Tranquillity

Die schwedische Band Dark Tranquillity mühte sich auf der Mainstage, denn die Tonqualität lies kurzfristig zu wünschen übrig. Trotzdem lieferte die Band einen respektablen Auftritt ab. Gleiches konnte man von Opeth aber nicht behaupten. Die Band wartete eh schon mit gewöhnungsbedürftigen Songs auf und hatte dazu noch einen Sänger, der das Temperament von Heiner Bremer, dem RTL-Nachtjournal Moderator, geerbt hatte.

Doch es wurde kurzfristig noch schlimmer. Die hochgelobte britische Punkband The Exploited, hatte außer aggressivem, monotonem Punk nichts zu bieten, am Ende hätte ich am liebsten einfach jemandem in die Fresse gehauen. Dann wurde man aber königlich entschädigt. In Extremo präsentierte sich in Galaform und heizte richtig ein, besonders der Refrain von Vollmond dürfte einigen noch am Samstagmorgen in den Ohren gelegen haben.

Samstagmittag spielten dann wieder einige hervorragende Bands, wie Draconian und Lacrimas Profundere. Letztere Band hatte einen sensationellen Auftritt und dürfte mit Sicherheit einige Fans hinzugewonnen haben. Fans genug hat die deutsche Band Disbelief schon, weswegen die kurze Spielzeit von nur 35 Minuten absolut nicht nachvollziehbar war, selbst der Sänger deutete an, dass man gerne länger gespielt hatte. Wie ein billiger Killswitch Engage Abklatsch klingen kann, bewiesen dann Caliban.

End of Green

Den Festivalhöhepunkt bildeten End of Green. Die schwäbische Band bringt ja diese Tage ihr neues Album auf den Markt und hat mit diesem Auftritt wohl einige potentielle Käufer herbeigezaubert. Minutenlange Sprechchöre und Zugaberufe waren das Resultat, welches auch die Bandmitglieder nicht unberührt ließen. Und hätte End of Green auch noch ihren besten song "I Hate" gespielt, hätte man sicherlich vom perfekten Auftritt sprechen können. Danach wussten freilich auch JBO, Tristania, Lacuna coil und Pain zu überzeugen.

Daniel Trumino

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